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Tourismusbranche mit Nachhol- ähm Nachhaltigkeitsbedarf

Geschrieben von: Anja Kirig Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 11:10 Uhr

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Immer mehr Reisende verbringen auch längere Urlaub vor der eigenen Haustür. Um 9 Prozent stiegen 2008 im Vergleich zum Vorjahr die „Langurlaube“ (4 Nächte und mehr), welche die Deutschen im Inland verbrachten. Hintergrund ist ein neues Bedürfnis der Touristen nach Regionalität und Natur wie auch ein neues Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Ressourcen. So konnte Gfk Travel Scope 2008 einen Rückgang bei der Nachfrage nach klassischen Städtereisen verzeichnen und auch die Buchung von kurzen Flugreisen sank. Zwei Fakten, welche die Gfk auf die Klimadiskussion sowie die Treibstoffpreise zurückführt (vgl. Focus-Analyse „Der Markt für Urlaub und Geschäftsreisen“, 2009)

Die Hotels stellen sich nur zögernd auf die neuen Bedürfnisse ein. Beißen sich an der CO2-Einsparungsdebatte fest. Das ist primär gut, doch reicht nicht aus. Für ein ganzheitlich, nachhaltiges Tourismuskonzept muss der Markt mehr bieten, als „nur“ Klimaneutralität. Gerade im Bereich Wellness-Anbieter passiert allerdings gerade viel: Die ersten nachhaltigen Hotelkosmetiklinien sind auf dem Markt, SPA-Ausstatter bieten EcoPlus-Lösungen und Badausstatter produzieren edle Modelle aus 100 % recyclingfähigen Rohstoffen.

„Das Hauptproblem beim Ökotourismus liegt beim Transport zum Urlaubsort“, so der Professor für Tourismus und Umwelt an der Fachhochschule in Eberswalde bei Berlin, Wolfgang Strasdas zur AHGZ (24.10.2009). „Der Klimaschutz ist deshalb ein sehr gutes Argument, um Deutschland und seine Nachbarländer als Destination zu bewerben. Aber wenn man eine solche Werbestrategie fährt, muss man selbst auch klimafreundlich sein, sonst ist das überhaupt nicht glaubwürdig.“ Da gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!

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