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"Grün" kickt besser

Geschrieben von: Sabine Fauth Mittwoch, den 13. Februar 2013 um 16:21 Uhr

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Fußball begeistert Zigtausende. Aber Zigtausende sorgen auch dafür, dass Fußballspiele eine enorme Umweltbelastung darstellen – je größer und internationaler sie sind, desto stärker die Auswirkungen. Fans und Mannschaften verursachen mit ihrer Anreise einen erheblichen Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase, die Stadien verbrauchen Energie für Beleuchtung und Klimatisierung sowie Unmengen an Wasser für die Beregnung des Rasens und den Betrieb der sanitären Anlagen, Bratwurst- und Biergenuss lässt Abfallberge an Papp- oder Plastikgeschirr wachsen.

Nein, wir wollen an dieser Stelle niemandem die Begeisterung für Fußball madig machen, zählen wir doch selbst auch zu den Fans, die ihre Mannschaft, egal, wo sie spielt, vor Ort anfeuern. Manche Vereine sind in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit nämlich vorbildliche Vorreiter und zeigen, wie sich dieses Thema in Vereinsleben und Spielsaison integrieren lässt. So hat der VfL Wolfsburg jetzt seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, und zwar nach den Richtlinien der weltweit arbeitenden Global Reporting Initiative. Im Sinne einer größtmöglichen Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsbemühungen fordert die Initiative eine detaillierte Berichterstattung über ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Leistungen eines Unternehmens. So betreiben die Wolfsburger ihr Stadion ausschließlich mit grünem Strom aus Wasserkraft und setzen die Energie mithilfe einer speziellen Gebäudeleittechnik so ressourcenschonend wie möglich ein. Die Verwendung von sogenanntem Grauwasser aus dem Mittellandkanal für die Beregnung der Rasenflächen spart mehr als ein Drittel Trinkwasser. Zahlreiche Merchandising-Artikel stammen aus umweltfreundlichem Material und auch die Fans holt man ins Boot: Sie werden aufgerufen, statt mit dem Auto mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften anzureisen.

Andere Vereine engagieren sich ebenfalls. Das Bremer Weserstadion hat eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, der Hamburger SV nutzt Biogas zur Warmwassergewinnung und Mainz 05 möchte gar ein komplett klimaneutraler Verein werden. Die FIFA hat zur Fußball-WM 2006 mit „Green Goal“ einen Leitfaden herausgegeben, um negative Auswirkungen der Spiele auf das Klima und die Umwelt möglichst weitgehend zu vermeiden. Das Umweltkonzept kam auch bei der Frauenfußball-WM 2011 zum Einsatz.

Es gibt sicher noch viel zu tun, und vor allem kleinere Vereine stoßen schnell an finanzielle Grenzen, wenn es zum Beispiel um den Einbau einer energiesparenden Heizungsanlage geht. Aber auch hier gilt: Jeder Schritt zählt. Schön, dass das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch in der Domäne Fußball nicht nur angekommen ist, sondern aktiv gelebt wird. Wenn das Grün auch ökologisch grün ist, begeistert Fußball doch gleich noch mehr.

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