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Von Unternehmen (noch) verkannt: Mitarbeiter wollen auch am Arbeitsplatz Nachhaltigkeit leben

Geschrieben von: Sabine Fauth Dienstag, den 30. April 2013 um 11:41 Uhr

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Wer privat einen umweltbewussten, auf Nachhaltigkeit bedachten Lebensstil führt, möchte dies auch in seinen Arbeitsalltag einbringen: So lautet die These einer Forschergruppe am Fachgebiet „Arbeitslehre/ Ökonomie und Nachhaltiger Konsum" der technischen Universität Berlin. Dass diese These Hand und Fuß hat, belegt eine Befragung, die die Forscher Ende des vergangenen Jahres in Auftrag gaben. Die Befragung ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten, dreijährigen Praxisprojektes „Nachhaltig leben und arbeiten".

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Unternehmen die Nachhaltigkeitsorientierung ihrer Mitarbeiter noch zu wenig in ihre Strukturen einbeziehen; hier schlummern Chancen, die bisher vertan wurden. So wird beispielsweise deutlich, dass Mitarbeiter zufriedener sind, sich eher zum Unternehmen bekennen und sich stärker daran gebunden fühlen, wenn sie ihre Werte und Vorstellungen im Hinblick auf ihren Lifestyle of Health and Sustainability auch am Arbeitsplatz wirksam einbringen können. Die daraus resultierende Forderung der Forscher: Mitarbeiter sollten stärker in das Nachhaltigkeitsmanagement eines Unternehmens einbezogen werden. Das ginge ganz klassisch über das Vorschlagswesen oder Ideenwettbewerbe, aber auch mit bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen.

Die Befragung zeigt zudem erhebliche Defizite bei der Organisationsentwicklung von Unternehmen: Viel zu wenige Vorgesetzte würden ihre Mitarbeiter darin bestärken und unterstützen, ihre Werte auch am Arbeitsplatz konstruktiv zu leben. Hier sehen die Wissenschaftler einen großen Nachholbedarf, wenn es darum geht, das Thema Nachhaltigkeit als Aufgabe der Organisationsentwicklung zu verstehen. Die Studie erlaubt auch Rückschlüsse darauf, welche Relevanz nachhaltiges, unternehmerisches Handeln für die Personalbeschaffung hat: Engagement für Umwelt und Gesellschaft zahlt sich am Personalmarkt aus, ein Umstand, der besonders mit Blick auf den „War for Talents" nicht zu vernachlässigen ist.

Unternehmen tun also in vielerlei Hinsicht gut daran, Nachhaltigkeit nicht nur in Bezug auf ihre Produkte, sondern auch im Umgang mit ihren Mitarbeitern zu thematisieren und diesen entsprechende Möglichkeiten des persönlichen Engagements zu bieten.

Was die Studie im Detail ergeben hat, wird im Übrigen auf der KarmaKonsum Konferenz am 23. und 24. Mai in Frankfurt/M. vorgestellt.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Wie finden Ihre Nachhaltigkeitsinteressen am Arbeitsplatz Berücksichtigung? Wir freuen uns über Kommentare und Erläuterungen.

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