www.lohas-pr.de

 

folge uns einfach...

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Handle nachhaltig und rede darüber

Geschrieben von: Sabine Fauth Donnerstag, den 28. Februar 2013 um 18:18 Uhr

Für Besucher einer Unternehmenswebsite zählen Informationen über die Nachhaltigkeitsbemühungen dieses Unternehmens zu den Selbstverständlichkeiten, vor allem, wenn es sich um Markenartikler und Großunternehmen handelt. Dass es gerade um diese Kommunikation noch längst nicht zum Besten bestellt ist, zeigt die Studie "Corporate Social Responsibility Benchmark 2012" der Kölner Unternehmensberatung Net Federation. Von 100 großen deutschen Unternehmen bietet zwar mehr als ein Drittel im Homepage-Menü den Bereich „CSR" an, lediglich gut die Hälfte von ihnen gibt dann aber konkrete Informationen zur Erfolgsmessung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Da entsteht schnell ein Geschmack von „Viel Lärm um nichts". Und wer stolz berichtet, er nutze ausschließlich Recycling-Papier oder setze auf ökologische Produktion, ohne diese Aussage dann konkret zu belegen, verstärkt den schalen Geschmack noch um den Aspekt des Greenwashing.

Neben Angaben zu Umweltaspekten hat die Studie auch untersucht, inwieweit Unternehmen auf ihrer Internetpräsenz Angaben zum Umgang mit ihren Angestellten machen. Erfreuliches Ergebnis: Auf 63 Prozent der analysierten Unternehmensseiten finden sich Angaben zum Beispiel über Sozialleistungen oder Gleichstellungspolitik. Konkrete soziale Kennzahlen – z. B. zur Altersstruktur der Mitarbeiter, zu Nationalitäten oder absolvierten Weiterbildungen – veröffentlichen hingegen nur 29 Prozent der Unternehmen. Auch verschenken die meisten Unternehmen die Möglichkeiten, die Social Media wie Facebook oder Twitter bieten: Gerade mal sechs der 100 untersuchten Unternehmensseiten verweisen auf einen Blog oder Kanal, der sich um CSR-Themen dreht.

So löblich der gute Wille vieler Unternehmen auch ist, sich für Nachhaltigkeit zu engagieren und das auf der eigenen Website auch zum Ausdruck zu bringen, so groß ist noch der Nachholbedarf, was beweiskräftige Zahlen und konkrete Angaben betrifft. Doch gerade diese Informationen wünschen wir uns, um das gegebene Nachhaltigkeitsversprechen als glaubwürdig zu betrachten.

Übrigens: An der Spitze des Rankings, das aus den Ergebnissen der Studie erstellt wurde, stehen die Webauftritte der Deutschen Post, von Henkel und von Bayer.

Share
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

"Grün" kickt besser

Geschrieben von: Sabine Fauth Mittwoch, den 13. Februar 2013 um 16:21 Uhr

Fußball begeistert Zigtausende. Aber Zigtausende sorgen auch dafür, dass Fußballspiele eine enorme Umweltbelastung darstellen – je größer und internationaler sie sind, desto stärker die Auswirkungen. Fans und Mannschaften verursachen mit ihrer Anreise einen erheblichen Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase, die Stadien verbrauchen Energie für Beleuchtung und Klimatisierung sowie Unmengen an Wasser für die Beregnung des Rasens und den Betrieb der sanitären Anlagen, Bratwurst- und Biergenuss lässt Abfallberge an Papp- oder Plastikgeschirr wachsen.

Nein, wir wollen an dieser Stelle niemandem die Begeisterung für Fußball madig machen, zählen wir doch selbst auch zu den Fans, die ihre Mannschaft, egal, wo sie spielt, vor Ort anfeuern. Manche Vereine sind in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit nämlich vorbildliche Vorreiter und zeigen, wie sich dieses Thema in Vereinsleben und Spielsaison integrieren lässt. So hat der VfL Wolfsburg jetzt seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, und zwar nach den Richtlinien der weltweit arbeitenden Global Reporting Initiative. Im Sinne einer größtmöglichen Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsbemühungen fordert die Initiative eine detaillierte Berichterstattung über ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Leistungen eines Unternehmens. So betreiben die Wolfsburger ihr Stadion ausschließlich mit grünem Strom aus Wasserkraft und setzen die Energie mithilfe einer speziellen Gebäudeleittechnik so ressourcenschonend wie möglich ein. Die Verwendung von sogenanntem Grauwasser aus dem Mittellandkanal für die Beregnung der Rasenflächen spart mehr als ein Drittel Trinkwasser. Zahlreiche Merchandising-Artikel stammen aus umweltfreundlichem Material und auch die Fans holt man ins Boot: Sie werden aufgerufen, statt mit dem Auto mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften anzureisen.

Andere Vereine engagieren sich ebenfalls. Das Bremer Weserstadion hat eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, der Hamburger SV nutzt Biogas zur Warmwassergewinnung und Mainz 05 möchte gar ein komplett klimaneutraler Verein werden. Die FIFA hat zur Fußball-WM 2006 mit „Green Goal“ einen Leitfaden herausgegeben, um negative Auswirkungen der Spiele auf das Klima und die Umwelt möglichst weitgehend zu vermeiden. Das Umweltkonzept kam auch bei der Frauenfußball-WM 2011 zum Einsatz.

Es gibt sicher noch viel zu tun, und vor allem kleinere Vereine stoßen schnell an finanzielle Grenzen, wenn es zum Beispiel um den Einbau einer energiesparenden Heizungsanlage geht. Aber auch hier gilt: Jeder Schritt zählt. Schön, dass das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch in der Domäne Fußball nicht nur angekommen ist, sondern aktiv gelebt wird. Wenn das Grün auch ökologisch grün ist, begeistert Fußball doch gleich noch mehr.

Share
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Wissenschaft goes Lohas

Geschrieben von: Sabine Fauth Mittwoch, den 30. Januar 2013 um 22:40 Uhr

Nachhaltigkeit als Differenzierungsmerkmal: Deutschlands Universitäten werden „grüner“. Immer mehr Hochschulen machen sich Gedanken, wie sie das Thema Nachhaltigkeit praktisch umsetzen können. Ein hehres Ziel hat sich zum Beispiel die Ernst Moritz Arndt Universität in Greifswald gesetzt: Sie möchte 2015 die erste CO2-neutrale Uni sein. Professoren und Angestellte fahren deshalb mit Dienstfahrrädern und Erdgasfahrzeugen, auf dem Unigelände ist ausreichend Platz für den Bau eines eigenen Solar-und Windenergieparks. Kollateralgewinn: Nachhaltigkeitsstreben kann durchaus ein Pluspunkt sein, wenn Studenten Unis mit ähnlichen Studienangeboten vergleichen. So sind es bisher vor allem kleinere Universitäten, die damit ein deutliches – und vorbildliches – Zeichen setzen.

In Hohenheim bekommen die Studenten nicht nur Bio-Salat und -Gemüse aus Universitätsanbau und nehmen ihren Kaffee „to go“ in wiederwendbaren Kunststoffbechern mit in den Hörsaal, auf dem Campus steht auch die erste Forschungs-Biogasanlage Deutschlands. In Lüneburg entsteht aktuell ein neuer Zentralbau für die Leuphana Universität, ein Null-Energie-Gebäude, gemeinsam entworfen von Stararchitekt Daniel Libeskind und Studenten.

Konkrete Möglichkeiten und Ideen, die Universitäten dieses Landes „grüner“ werden zu lassen, zeigt das E-Paper Nachhaltigkeit des Ideen-Pools UniGestalten auf. Darin wird auch beleuchtet, inwiefern Universitäten dazu beitragen können, die Gesellschaft nachhaltiger agieren zu lassen.

Die Bemühungen der Unis werden in so manchen Kommentaren als Marketing-Gag bezeichnet, geschuldet einem blinden Mitläufertum beim Trendthema Nachhaltigkeit. Und wer sich rein mit der Verwendung von Öko-Strom auf dem Campus hervortun möchte, dem bescheinigen auch wir eher Greenwashing als ernstgemeinte Bemühungen. Die genannten Beispiele hingegen verdienen ein dickes „Gefällt mir“.

 

 

Share
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Frankfurt entwickelt „Masterplan“ für Klimaschutz

Geschrieben von: Sabine Voß Dienstag, den 08. Mai 2012 um 09:44 Uhr

Frankfurt am Main ist in das Förderprogramm „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ aufgenommen worden: Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat den Förderbescheid gestern in Berlin an den Leiter des Energiereferats im Frankfurter Umweltdezernat, Werner Neumann, übergeben. Damit wird die Stadt auf dem Weg zur „Green City“, wie sie es nennt, vom Bundesumweltministerium (BMU) mit 873.000 Euro gefördert.

Was heißt das genau? Frankfurt muss nun einen „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ erstellen, der gewährleisten soll, dass die Stadt die Treibhausgasemmissionen bis zum Jahr 2050 senkt – und zwar um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990. Laut eigenen Aussagen möchte die Stadt dafür ein langfristiges Konzept entwickeln, um den Energieverbrauch bis 2050 um die Hälfte zu senken. Die andere Hälfte soll vollständig mit Energie aus Sonne, Wind und Biomasse gedeckt werden. Dafür will sie mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und dem Land Hessen zusammenarbeiten.

Bei der Entwicklung des Masterplans sollen laut BMU aber auch alle anderen Akteure einer Kommune eingebunden werden, nämlich Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Unternehmen, Vereine, Bürgerinitiativen und auch die Medien. Starten will die Stadt Frankfurt mit der Konzeptionierung in nicht einmal einem Monat: Ab dem 1. Juni erstellt die Stadt Studien und veranstaltet regelmäßig ein Forum „100 Prozent erneuerbare Energie“. Darüber hinaus beginnen einzelne Frankfurter Stadtteile schon mit der Umgestaltung in Richtung 100 Prozent Klimaschutz: Konzepte zur Anwendung in  Haushalten, Häusern und Wohnsiedlungen sind in der Planung.

Auf der Website des BMU kann man nachschauen, welche Kommunen sonst noch bei verschiedenen Klima-Projekten unterstützt werden: Einfach Postleitzahl eingeben, und los geht’s.

Share
 

Seite 4 von 18