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Rampensau oder Klimaschwein?

Geschrieben von: Sabine Voß Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 14:25 Uhr

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Vom 15. bis 17. Juli will das Festival MELT! laut eigenen Angaben nicht nur musikalisch steil nach vorne gehen, sondern auch nachhaltig: Das MELT! möchte Deutschlands klimafreundlichstes Festival werden.

Während die Künstler auf der Bühne Energie versprühen, soll hinter den Kulissen Energie gespart werden: Beispielsweise wird mit einer neuen Solaranlage für das Festivalgelände „Ferropolis“ in Gräfenhainichen regenerativer Strom erzeugt. Für Aufmerksamkeit sollen auch die Disco und die Handyladestation sorgen, die beide mit Fahrrädern betrieben werden. Darüber hinaus werden verstärkt regionale Produkte angeboten und eine Müllrückgabestation eingerichtet, die das Trennen erleichtern soll.

Das Konzept, das unter anderem von der Jugendkampagne „Klimaklicker“ unterstützt wird, integriert aber auch die Besucher: Während sie im Vorfeld motiviert wurden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Gruppen anzureisen, umfasst ein „Rock’n’Roll-Guide auf dem Weg zum Klimaheiligen“ lebensnahe Tipps; vom klimafreundlichen Haaretrocknen bis hin zum umweltbewussten Zubereiten der Mahlzeiten. Darüber hinaus werden „StromChecker“ auf dem Festivalgelände unterwegs sein, die den Besuchern mithilfe von iPads zeigen, wie sie ihren Stromverbrauch senken können.

Auch vor den Künstlern selbst machen die Veranstalter nicht halt: „Rampensau oder Klimaschwein?“ – diesen Titel trägt ein Flyer, auf dem Tipps für die Musiker zum Thema klimafreundliche Tour gegeben werden (Transport, Bühnenshow, Catering).

Mal sehen, wie sich das MELT! so schlägt – auf seinem Weg zum „klimafreundlichsten Festival Deutschlands“!?

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Ausgezeichnet: engagieren und bewerben

Geschrieben von: Steffen Ball Freitag, den 01. Juli 2011 um 08:23 Uhr

Noch bis zum 30. September können sich engagierte Menschen für die Auszeichnung „Werkstatt N 2012“ bewerben. Etwa 100 Projekte werden bei diesem Wettbewerb jährlich vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ausgezeichnet. Spannende Initiativen sollen durch den Wettbewerb Vorbild für andere werden und aufzeigen, wie vielfältig Engagement sein kann.

Und so einfach geht’s: Privatpersonen, Organisationen, Vereine, Initiativen, Kommunen und Unternehmen können sich seit dem 20. Juni online bewerben. Dazu müssen sie nur ein Benutzerkonto auf der „Werkstatt N“-Homepage anlegen (das „N“ steht, wie sollte es anders sein, für Nachhaltigkeit) und einen Profilbogen über ihr Projekt ausfüllen. Die Kategorien sind vielfältig und reichen vom Klimaschutz über Social Business und Fairtrade bis hin zu Bildung, Verkehr und vielem mehr.

Wer wissen möchte, welche Projekte der RNE in diesem Jahr ausgezeichnet hat, kann sich hier über die 104 spannenden Initiativen informieren. Sie lassen sich beispielsweise nach Region und Schlagworten sortieren, sodass jeder ein Projekt in seiner Nähe und aus seinem Interessengebiet finden kann. Ein paar der Aktionen werden wir uns sicherlich in der nächsten Zeit noch näher anschauen.

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Der Klimachecker

Geschrieben von: Sabine Voß Dienstag, den 21. Juni 2011 um 12:44 Uhr

Auf Klima sucht Schutz habe ich einen interessanten Surftipp entdeckt: den „Klimachecker“. Klimachecker ist ein interaktiver Fragebogen für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Umweltschutz. Auf der Homepage kann man mittels eines Multiple-Choice-Tests sein Verhalten in den folgenden Alltagssituationen checken: zuhause, mobil, im Urlaub, beim Essen und Einkaufen.

Der Fragebogen zeigt dem Nutzer auf, wie er sich im Alltag besser verhalten kann, wenn er die Umwelt schonen möchte. Dazu gibt es Hintergrundinformationen, um die Tipps für die Zielgruppe nachvollziehbarer zu machen. Gleichzeitig verändert sich der Homepage-Hintergrund je nach Antwort, die der Nutzer gibt: Die abgebildete Landschaft wandelt sich zum Guten oder Schlechten, je nachdem, wie klimafreundlich das Verhalten des Nutzers ist. Eine schöne Idee, um Kinder und Jugendliche spielerisch an das Thema heranzuführen und gleichzeitig Denkanstöße für den Alltag zu geben.

Ein kleiner Kritikpunkt: die insgesamt fehlende Leichtigkeit. Das Layout der Seite wirkt nicht besonders modern, es fehlen anschauliche Bilder und auch die Ansprache der Zielgruppe passt vielleicht nicht immer, zu oft wird der Zeigefinger erhoben. Markiert man beispielsweise bei „Fernseher oder Stereoanlage schalte ich…“ die Antwort „mit der Fernbedienung aus“, lautet der Tipp von Klimachecker: „Das ist zwar bequem, aber nicht so gut. Denn mit der Fernbedienung bringst du das Gerät nur in den Stand-by-Betrieb, in dem es weiter Strom verbraucht“. Erst wenn der Nutzer danach auf „Mehr Info“ klickt, wird erklärt, wie man es besser machen kann.

Besser umgesetzt ist das meiner Meinung nach vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), das auf der Seite BMU-Kids verschiedene Spiele anbietet. Die Themen sind sehr vielfältig und reichen von Artenschutz über erneuerbare Energien und Gewässerschutz bis hin zu Klimaschutz und vielem mehr. Die Fragen im EnergiesparQuiz beispielsweise sind sehr kreativ, und wie das bei Spielen so ist, kann man zwischen verschiedenen Levels wählen und spielt gegen die Zeit. Auch das Spiel mit Namen „Öko-Profi“ ist sehr anschaulich gestaltet, es ist eine Kombination aus Wortspielen und Bilderrätseln, wodurch die Kinder direkt beim Spielen altersgerecht Neues dazulernen, ohne lange Hintergrundinformationen durchlesen zu müssen. Sehr zu empfehlen!

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Ich verschicke mein Sommerkleid als Postkarte…

Geschrieben von: Sabine Voß Freitag, den 10. Juni 2011 um 09:28 Uhr

„Über Lebenskunst“ – das ist eine Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit, die zurzeit außergewöhnliche Aktionen rund um das Leben in Zeiten der ökologischen Krise startet. Das Projekt setzt sich dabei künstlerisch mit den Veränderungen unseres Planeten auseinander. Ziel ist es, die noch immer abstrakt wirkende Realität des Klimawandels greifbarer zu machen. „Jeder Einzelne kann die Welt verändern, indem er sich von Routinen löst und seinen Alltag neu gestaltet“, so der Tenor des Projekts.

Wie man sich von Routinen löst, zeigt beispielsweise die Aktion „Mein Lieblingsteil“, die im Rahmen der Initiative noch bis August aus ungeliebten Klamotten Postkarten stampft. Was? Ja! Wir sind aufgerufen, unsere Kleiderschränke auszumisten. Die ungeliebten Teile kann man zu bestimmten Terminen in Aktions-Recyclingboxen werfen. Sie werden dann zu Papier verarbeitet, genauer gesagt zu Postkarten. Wer möchte, kann sich bei der Gelegenheit in sein Lieblingsteil schmeißen, einen Steckbrief für das Kleidungsstück schreiben und sich damit in der mobilen Fotobox fotografieren lassen. Die Bilder und die Lieblingsteil-Geschichten werden auf der Aktionswebsite veröffentlicht und auf die Postkarten gedruckt.

Die erste Sammelaktion hat schon Anfang Juni stattgefunden: Circa 60 Menschen haben sich in Berlin getroffen, um ihre alten Teile abzugeben und sich in ihren Lieblingsteilen fotografieren zu lassen. Wer nun auch findet, dass der abgetragene Pulli doch besser eine Postkarte hätte werden sollen, kann ihn am 13. Juli in die Hackeschen Höfen in Berlin bringen – da warten zwischen 14 und 17 Uhr die Recyclingbox und die mobile Fotobox von Mein Lieblingsteil.

Die Postkarten werden auch beim Festival „Über Lebenskunst“ vom 17. bis 21. August in Berlin ausgestellt. „Neben der Möglichkeit das Papier selbst zu schöpfen wird es auch andere Varianten geben, die zeigen, was wir alles noch mit den vermeintlich ungeliebten Teilen machen können, um sie wieder lieben zu lernen“, sagt Projektkoordination Anna-Margaretha Griefahn. Durch einen Re-Design Workshop, ein Video und einen Vortrag zum Thema wird den Festivalbesuchern vor Augen geführt werden, unter welchen Bedingungen zum Beispiel die allseits beliebten Sneakers produziert werden.

Der Sinn dahinter: „Mein Lieblingsteil beschäftigt sich mit dem komplexen Leben von Kleidung, beleuchtet Produktionshintergründe, unser Konsumverhalten und das so genannte ‚Afterlife‘ von Kleidungsstücken“, sagt Griefahn. Auf der Aktionshomepage erfährt man weitere wichtige und interessante Hintergründe.

Hinter der Initiative Über Lebenskunst steckt die Kulturstiftung des Bundes und das Haus der Kulturen der Welt (Berlin).

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