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Gut verpackt, ist gut für Alle

Geschrieben von: Timo Kurth Mittwoch, den 03. Dezember 2014 um 14:25 Uhr

Eine Kunststofftüte wird im Durchschnitt 25 Minuten lang benutzt, braucht aber viele Jahre um von der Natur natürlich zersetzt zu werden. Bis zu 450 Jahre benötigen eine Kunststoffflasche oder eine Wegwerfwindel, bis sie sich „aufgelöst" haben.

Plastik schadet der Umwelt deswegen immens. Während die Menschen sich um vermeintlich wichtigere Probleme kümmern, schwimmt ein etwa drei Millionen Tonnen schwerer „Müllstrudel" mit der Größe Mitteleuropas zwischen Kalifornien und Hawaii im Pazifik umher. „Müllkontinente" wie dieser sind leider kein Einzelfall in unseren Ozeanen und statt zu schrumpfen wachsen sie unaufhörlich. Sie bestehen hauptsächlich aus Plastikmüll, Plastikverpackungen und Plastiktüten.

Außerdem wird Plastikkunstoff u.a. aus Erdöl produziert, einer endlichen Ressource, die für uns Menschen wichtige Energie liefert, die wir dementsprechend für wichtige Projekte verwenden (sollten). Verpackungen schaden uns und unserer Umwelt - das ist mittlerweile allgemein bekannt. Trotzdem wird die Problematik von der Gesellschaft meist gekonnt ignoriert. Obwohl Stofftaschen wahrlich keine radikale Umstellung für den bequemlichen Wohlstandsbürger darstellen, hat sich der „Jutebeutel" noch nicht durchgesetzt. Warum nicht, weiß bei genaueren Nachfragen eigentlich niemand.

Einen ersten Schritt macht jetzt ein neuer Supermarkt „Orginal Unverpackt" (original-unverpackt.de) in Berlin. Der Laden ist keine weitere Option zu Aldi, REWE oder Biocompany. „Orginal Unverpackt" ist eine echte Alternative. Hier kauft es sich anders ein: Alle Waren werden vollkommen unverpackt angeboten. Wie das funktionieren soll? Ganz einfach: Die Lebensmittel werden in so genannten Bulk Bins, großen Universalbehältern, aufbewahrt und können mit einfachsten Mitteln in selbst mitgebrachte Behältnisse umgefüllt werden. Sieht so das Einkaufen von morgen aus? Für unseren Planeten lässt sich das nur hoffen.

Dass ein Leben ohne Plastikmüll ohne große Einschränkungen funktionieren kann, beweist auch diese junge Frau aus den USA sehr eindrucksvoll. (hier klicken)

 

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Weltdekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung endet

Donnerstag, den 23. Oktober 2014 um 09:05 Uhr

„Wir haben viel erreicht, es bleibt aber noch viel zu tun." Mit diesen Worten eröffnet Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Nationale Konferenz zum Abschluss der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" am 29. und 30. September im World Conference Center in Bonn. Oft und gerne wird dieser Satz von Politikern im Zusammenhang mit nachhaltiger ökologischer Entwicklung verwendet. Denn es ist ein guter Satz für die Öffentlichkeit. Er profiliert zum einen die eigene Arbeit der vergangenen Jahrzehnte und gibt gleichzeitig vor, dass man in naher Zukunft trotz bisheriger Erfolge nicht untätig sein wird. Er schützt vor Nachfragen.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung (Education for Sustainable Development) erklärt. Das übergreifende Ziel lautete dabei in allen Mitgliedsstaaten die Integration von Werten und Prinzipien nachhaltiger Entwicklung in alle Bildungsbereiche weltweit voranzutreiben. Am 30. September endete die Dekade nun. „Nachhaltig" ist in der beschlossenen Agenda 21 als eine Politik definiert, die Umwelt- und Entwicklungsinteressen zusammenführt und einen Ausgleich zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielsetzungen gewährleisten kann. Als Kernproblem benannte die Volksversammlung die Gefährdung unserer Lebensgrundlage.

Die Umsetzung sieht in der Realität meist wie folgt aus: Schulprojekte rund um Dosenpfand, Fördergelder für biologisches Mensaessen, und den Klimawandel im Erdkunde-Lehrplan. Obwohl diese Leistungen nicht zu untermauern sind, sollten Politiker womöglich trotzdem über neue Konzepte nachdenken, um Umweltbewusstsein und ein Grundverständnis für Nachhaltigkeit zu sorgen.
Dennis Meadows, Mitglied des Club of Rome und Mitverfasser der Umweltbibel „Grenzen des Wachstums", erklärte 2012, dass der Kollaps noch in diesem Jahrhundert kommen kann bzw. sogar kommen muss. Politiker stehen also weiterhin unter Druck. Nicht nur deutsche Politiker sind gefragt. Lokale Gruppen können lokale Probleme selbständig angehen. Sie können die Luft in Frankfurt sauberer machen, ohne darauf warten zu müssen, dass in Peking das Gleiche geschieht. Globale Probleme aber können nur durch globale Kooperation gelöst werden.

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Lokal! Und bio!

Geschrieben von: Sabine Fauth Dienstag, den 27. August 2013 um 10:49 Uhr

Zum Thema Regionalität von (Bio-)Lebensmitteln sind in den vergangenen Tagen gleich zwei Studien veröffentlicht worden – mit Ergebnissen, die belegen, dass „lokal" nicht nur das neue „bio" ist, sondern generell ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf. Damit scheint sich der Nachhaltigkeitsgedanke in den Köpfen von immer mehr Verbrauchern zu verankern. Besonders erfreulich: Immer mehr junge Menschen kaufen Bio-Lebensmittel. Und: Erstmals ist für einen Großteil der Verbraucher die regionale Herkunft ausschlaggebender Grund für den Kauf von Bioprodukten – und zwar vor den Kriterien „artgerechte Tierhaltung" und „möglichst wenig Schadstoffe".

Hier ein paar Details aus den Studien bzw. Verbraucherbefragungen: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov fand heraus: Fast 90 Prozent der Verbraucher prüfen beim Kauf, woher das ausgewählte Lebensmittel stammt – was leider nicht heißt, dass genauso viele es dann auch kaufen. Aber das ist bei immerhin zwei Dritteln der Käufer der Fall, sie geben Produkten aus ihrer Region den Vorzug. Zudem sind ebenfalls 90 Prozent der Deutschen bereit, im Winter frische Erdbeeren links liegen zu lassen, sprich: saisonal bedingt in manchen Monaten auf bestimmte Produkte zu verzichten. Ob die Supermärkte entsprechend darauf eingehen können? Müssen wirklich für die nur sieben Prozent der Bevölkerung, die immer alles verfügbar haben möchten und zu keinerlei saisonbedingtem Verzicht bereit ist, im Winter Erdbeeren im Regal stehen?

Das „Ökobarometer 2013 " des Bundesverbraucherministeriums zeigt, dass bio bei jungen Menschen immer hipper wird. 23 Prozent der unter 30-Jährigen bevorzugen und kaufen häufig Produkte aus ökologischem Anbau; im vergangenen Jahr waren es nur 14 Prozent. Das Ökobarometer gibt auch Auskunft darüber, was wir am ehesten und liebsten in Bio-Qualität kaufen: Platz eins belegen Obst und Gemüse, gefolgt von Eiern. Danach kommen Kartoffeln, Milchprodukte und Brotwaren in den Einkaufskorb. Zunehmend beliebter wird der Einkauf direkt beim Erzeuger – für das Ministerium ein Zeichen dafür, dass die Menschen die Vorteile kurzer Wertschöpfungsketten erkennen und den hohen Frischegrad der Produkte schätzen.

Finden Sie sich in den Zahlen wieder? Schreiben Sie uns!

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Looping mit Nachhaltigkeitszertifikat

Geschrieben von: Sabine Fauth Montag, den 03. Juni 2013 um 00:00 Uhr

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Das hätte sich Hans Carl von Carlowitz sicher nicht träumen lassen: Als er 1713 das Prinzip der Nachhaltigkeit quasi „erfand", bezogen sich seine Überlegungen auf so bodenständige Dinge wie die sinnvolle Holzwirtschaft. Heute, genau 300 Jahre später, reicht die Forderung nach Nachhaltigkeit auch in luftige Höhen und so gibt es seit kurzem die ersten nachhaltig betrieben Achterbahnen und Fahrgeschäfte – mit Zertifikat! Denn der TÜV Süd hat einen Standard entwickelt, der die Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit von Freizeitparks bewertet und bescheinigt. Als ersten Vergnügungspark weltweit hat das Unternehmen jetzt den Europa-Park in Rust zertifiziert. Kriterien zur Erlangung des neuen „Green Amusement Park"-Zertifikats sind unter anderem eine ressourcenschonende Gebäude- und Anlagentechnik, Bauweise, Flächennutzung, Verkehrskonzept sowie der Umgang mit Abwasser und Altlasten.

Finden wir sehr löblich, dass sich jetzt auch die Freizeitbranche Gedanken zur Nachhaltigkeit macht. Und das nicht nur in Deutschland: Aus Shanghai lesen wir, dass sich die Manager des neuen Disney Themenparks sich ebenfalls mit Energieeffizienz auseinandersetzen (Artikel bei shanghaidaily.com). Sie setzen auf Gas als primäre Energiequelle, auf ein kombiniertes Kühl- und Heizkraftwerk und generell grüne Technologien zur Energiegewinnung. Das Shanghai Disney Resort soll Ende 2015 eröffnen – und wer weiß, vielleicht reist ja auch der TÜV zur Nachhaltigkeitsprüfung an.

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