www.lohas-pr.de

 

folge uns einfach...

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Frisches Gemüse? Rauf aufs Dach!

Geschrieben von: Sabine Fauth Freitag, den 17. Mai 2013 um 09:11 Uhr

Local ist the new bio – Regionalität ist das neue Kaufkriterium nach „biologisch"? Stimmt. Und dass auch beides geht, zeigt ein Projekt der amerikanischen Bio-Supermarktkette Whole Foods. Im New Yorker Stadtteil Brooklyn errichtet eine Filiale ein eigenes Gewächshaus. An sich noch keine Neuigkeit, aber das knapp 2.000 Quadratmeter große Gewächshaus entsteht auf dem Dach des Marktes und ist in dieser Größe das erste und einzige in den USA. Lokaler geht's also kaum: Die vom Unternehmen Gotham Greens angebauten Gemüse und Kräuter werden in zahlreichen Whole Foods-Filialen in New York verkauft. Das vermeidet lange Transportwege mit all ihren anfallenden Emissionen und versorgt Tausende von Kunden mit frischer, biologisch angebauter Ware.

In der „Dachfarm" wird ausschließlich ohne Pestizide gearbeitet. Ein besonderes Bewässerungssystem verbraucht 20 Mal weniger Wasser als herkömmlicher Anbau und eine spezielle Verglasung sowie eigens entwickelte elektrische Einrichtungen halten den Energieverbrauch gering.

Alnatura, Basic, Denn's – wäre das nicht auch etwas für euch? Wir jedenfalls würden dieses Gemüse sicher kaufen – und sehr zu schätzen wissen.

Und Sie? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Share
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Von Unternehmen (noch) verkannt: Mitarbeiter wollen auch am Arbeitsplatz Nachhaltigkeit leben

Geschrieben von: Sabine Fauth Dienstag, den 30. April 2013 um 11:41 Uhr

Wer privat einen umweltbewussten, auf Nachhaltigkeit bedachten Lebensstil führt, möchte dies auch in seinen Arbeitsalltag einbringen: So lautet die These einer Forschergruppe am Fachgebiet „Arbeitslehre/ Ökonomie und Nachhaltiger Konsum" der technischen Universität Berlin. Dass diese These Hand und Fuß hat, belegt eine Befragung, die die Forscher Ende des vergangenen Jahres in Auftrag gaben. Die Befragung ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten, dreijährigen Praxisprojektes „Nachhaltig leben und arbeiten".

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Unternehmen die Nachhaltigkeitsorientierung ihrer Mitarbeiter noch zu wenig in ihre Strukturen einbeziehen; hier schlummern Chancen, die bisher vertan wurden. So wird beispielsweise deutlich, dass Mitarbeiter zufriedener sind, sich eher zum Unternehmen bekennen und sich stärker daran gebunden fühlen, wenn sie ihre Werte und Vorstellungen im Hinblick auf ihren Lifestyle of Health and Sustainability auch am Arbeitsplatz wirksam einbringen können. Die daraus resultierende Forderung der Forscher: Mitarbeiter sollten stärker in das Nachhaltigkeitsmanagement eines Unternehmens einbezogen werden. Das ginge ganz klassisch über das Vorschlagswesen oder Ideenwettbewerbe, aber auch mit bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen.

Die Befragung zeigt zudem erhebliche Defizite bei der Organisationsentwicklung von Unternehmen: Viel zu wenige Vorgesetzte würden ihre Mitarbeiter darin bestärken und unterstützen, ihre Werte auch am Arbeitsplatz konstruktiv zu leben. Hier sehen die Wissenschaftler einen großen Nachholbedarf, wenn es darum geht, das Thema Nachhaltigkeit als Aufgabe der Organisationsentwicklung zu verstehen. Die Studie erlaubt auch Rückschlüsse darauf, welche Relevanz nachhaltiges, unternehmerisches Handeln für die Personalbeschaffung hat: Engagement für Umwelt und Gesellschaft zahlt sich am Personalmarkt aus, ein Umstand, der besonders mit Blick auf den „War for Talents" nicht zu vernachlässigen ist.

Unternehmen tun also in vielerlei Hinsicht gut daran, Nachhaltigkeit nicht nur in Bezug auf ihre Produkte, sondern auch im Umgang mit ihren Mitarbeitern zu thematisieren und diesen entsprechende Möglichkeiten des persönlichen Engagements zu bieten.

Was die Studie im Detail ergeben hat, wird im Übrigen auf der KarmaKonsum Konferenz am 23. und 24. Mai in Frankfurt/M. vorgestellt.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Wie finden Ihre Nachhaltigkeitsinteressen am Arbeitsplatz Berücksichtigung? Wir freuen uns über Kommentare und Erläuterungen.

Share
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Megatrend Shareconomy: Teilen statt Besitzen

Geschrieben von: Sabine Fauth Dienstag, den 09. April 2013 um 10:28 Uhr

Die Bezeichnung ist sperrig, die Idee dahinter umso smarter: Kollaborativer Konsum steht für eine Bewegung, die sich ganz der Philosophie „Teilen statt Haben" verschrieben hat. Dank Internet und sozialen Medien ist dieser gemeinschaftliche Konsum leichter möglich denn je – und ein Megatrend, der als Musterbeispiel für Nachhaltigkeit gelten kann. Braucht in einem Mehrfamilienhaus jede Mietpartei eine eigene Bohrmaschine? Muss wirklich jeder Gartenbesitzer einen eigenen Rasenmäher haben? Kollaborativer Konsum setzt aufs Teilen, und das nicht nur von Wohnungen, Autos oder anderen Gebrauchsgegenständen, sondern auch von Wissen, Dienstleistungen, Zeit und Erfahrungen. Spätestens seit der diesjährigen CeBit ist diese „Shareconomy" ein allseits bekannter Begriff.


Wie präsent das Thema ist, zeigt eine anstehende Konferenz in Berlin: „Sharing Economy" beleuchtet am 13. Mai alle Aspekte rund um den gemeinschaftlichen Konsum. Welchen Einfluss hat dieser Trend auf das Konsumverhalten? Mit welchen Geschäftsmodellen kann man das Teilen organisieren und welche „Nebenwirkungen" haben diese Geschäfte? Key-Note-Speaker und Referenten sind Vorreiter und Vertreter der Sharing Economy und kommen unter anderem von Airbnb, Leihdirwas oder Car2Go.


Informationen zur Konferenz sowie weiterführende Hintergrundtexte gibt's hier. Und wer hingeht, möge bitte seine gewonnenen Kenntnisse mit uns teilen.

Share
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Uganda kann Lohas

Geschrieben von: Sabine Fauth Donnerstag, den 14. März 2013 um 18:54 Uhr

Die weltgrößte Tourismusmesse, die ITB in Berlin, ist gerade über die Bühne gegangen. Das Thema Nachhaltigkeit war dabei allerorten anzutreffen. Veranstalter, Vertreter von Destinationen, Hotelanbieter, lokale Agenturen – kaum ein Stand, an dem Nachhaltigkeit nicht auf die ein oder andere Weise thematisiert wurde. Zum Glück wird Tourismus schon lange mit Nachhaltigkeitsansprüchen in Verbindung gebracht – Stichwort „Sanfter Tourismus", der als Schlagwort bereits Ende der 1970er Jahre auftauchte und dann vom Journalisten und Zukunftsforscher Robert Jungk näher beschrieben wurde. Heute gibt es international anerkannte Organisationen wie TourCert, GlobeGreen oder das Global Sustainable Tourism Council, die touristische Angebote nach eigens entwickelten Kriterien auf Nachhaltigkeit prüfen und zertifizieren.

Über internationale Wettbewerbe vergibt auch der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung Auszeichnungen an touristische Projekte. Er legt den Fokus auf die Sozialverantwortlichkeit im Tourismus und zeichnet Projekte und Maßnahmen aus, bei deren Planung und Realisierung die Einbeziehung unterschiedlicher Interessen und Bedürfnisse der ortsansässigen Bevölkerung auf breiter Basis sichergestellt ist. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt diesen TO DO!-Wettbewerb. Auf der ITB wurde die Auszeichnung dieses Jahr an zwei Projekte vergeben. Ein Preisträger ist die Netzwerk-Initiative „Pearls of Uganda", die gemeinsam mit Dorfgemeinschaften entstanden ist und den Besuchern des Landes vor allem Einblicke in den Dorfalltag und die tägliche Arbeit in der Landwirtschaft gibt. Zweiter Preisträger ist das Unternehmen "The Blue Yonder" – River Nila. Es bietet eine individuelle Betreu­ung von Reisenden in Indien an. Mit den Einnahmen wird die ökologische, soziale und ökonomische Situation der Bevölkerung am Nila-Fluss im Bundesstaat Kerala verbessert und gleichzeitig der Erhalt ihrer Kultur unterstützt.

Aber auch hier zu Lande tut sich was, und das nicht erst seit gestern: Baden-Württemberg zum Beispiel hat Ende vergangenen Jahres einen Nachhaltigkeitscheck eingeführt, der es Destinationen im Ländle ermöglicht, über ein Zertifikat ihre Nachhaltigkeit zu belegen und dies im Marketing zu nutzen. Bio- und LOHAS-Hotels, Mitmach-Projekte im Naturschutz, Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene – Deutschland bietet bewusst Reisenden zahlreiche Möglichkeiten, sozial- und umweltverträglich unterwegs zu sein. In diesem Sinne: Erfolgreiche Osterferienplanung!

Share
 

Seite 3 von 18